Workshop mit Mareike Dobberthien
"Drempel! - ein Bewegungs- und Tanzworkshop zum Spielzeitmotto 'Dächer heben'"
am 26.07.2026 , 10-11:45 im Neuen Schauspiel Leipzig

Workshop, Bewegung, Feedbackmethodik
In dem Workshop erkunden wir Bewegungen zu den Wortfeldern „Dach“ und „Hebung“. Dazu lesen und hören wir den Spielzeittext, Anleitungen zum Hausbau, Tutorials zu Dachkonstruktionen und lernen fantastische Worte wie „Sparren“ oder „Kniestock“ kennen. Dazu lassen wir uns von anatomischen Fakten zu Hebungen und physikalischen Erklärungen berieseln. Ein Klangteppich entsteht, ein Theatertext.
So verknüpfen sich über Wort und Klang die Ebenen: von Text zu Sound, von Wortmetapher zu Körperbild, von Verstehen zu Verkörpern. Immer wieder gehen wir in die körperliche Forschung: Wie klingt „Sparren“, welche Bewegungen resonieren, was wollen wir tun, wenn wir das Wort, seinen Klang, dessen Rhythmus hören?
Zwischen den einzelnen Bewegungsstudien gibt es kurze Feedbackrunden. Dafür geben wir uns in Kleinst- und Kleingruppen konkrete und angeleitete Rückmeldungen zum entstehenden Bewegungsrepertoire. Am Ende des Workshops haben wir so das Spielzeitmotto auf Wortebene und auf sinnbildlicher Ebene vertanzt. Ungeahnte, neue Bewegungsansätze sind aufgetaucht, wir haben Kreativität, Freude am Albern und Ausprobieren und vielleicht sogar auch Selbstwirksamkeit erfahren. Strukturell sind wir von der Einzelarbeit immer wieder in den Dialog getreten und haben uns methodisch und sachgebunden über eine gemeinsame körperliche Praxis ausgetauscht und bereichert.
Dieses Arbeiten auf einer strukturellen Ebene spiegelt als letzte Komponente des Workshops das Spielzeitmotto, wenn es im Begleittext heißt: „In der Spielzeit ‚Dächer heben‘ richtet das FEJ seinen Blick auf die Tragwerke unseres Zusammenlebens – die sichtbaren & unsichtbaren Konstruktionen, die Räume & Lebensrealitäten definieren‘. Die Art, wie wir über unsere künstlerischen Projekte, unser Miteinander und unser Zusammenleben kommunizieren, stärkt oder schwächt uns in Gruppenprozessen und Einzelprojekten. Methodisch und künstlerisch Feedback geben zu können schult unser Miteinander – im Workshopraum und darüber hinaus. Wenn es darum geht, wollwollend und sachlich Rückmeldungen geben zu können ohne Türen zuzuschlagen, Fundamente zu erschüttern oder Glashäuser einzuwerfen. Sondern stattdessen Vertrauen und Stabilität zu gewährleisten und den Raum füreinander zu erweitern.
Content Note
Soundteppich (noise), gegeinseitiges Zuschauen und angeleitetes, gegenseitiges Feedback sind Teil des Workshops
Das solltest du mitbringen
Yogamatte, Pullover, warme Socken, Wasser, Notizzeug
Anmeldung
hier anmeldenDa die Plätze für den Workshop auf 20 Teilnehmende begrenzt sind, musst du dich vorher anmelden.

