Spielzeit 2026
Dächer heben
Wir stellen die Spielzeit 2026 vor!
Wo Türen verschlossen bleiben & Ziegel sich zu Mauern formen, bleiben leise Stimmen da versteckt, wo Wände Dächer halten, die ohne Fundament keinen Schutz bieten.
Dächer aus Glas, errichtet durch Angst, Hass, Scham, Ignoranz, Gewohnheit, Ausgrenzung, & Unterdrückung.
Von großen Händen gebaut & gehalten.
Wie viele Hände braucht es, um Dächer zu heben?
In der Spielzeit „Dächer heben“ richtet das FEJ seinen Blick auf die Tragwerke unseres Zusammenlebens – die sichtbaren & unsichtbaren Konstruktionen, die Räume & Lebensrealitäten definieren.
Mit zwei Bühnenarbeiten, einer Stückentwicklung & einem Tagesfestival erkunden wir, wer die Dächer trägt, wer unter ihnen lebt und wie sich Schutz, Macht und Verwundbarkeit überdenken lassen.
Premieren:
MOMMY ISSUES
Ich bin fünfunddreißig und achtzehn und vierundfünfzig.
Ich bin eine, die fragt: Wer warst du, Mama?
Und wer bin ich, wenn ich dich nicht mehr suche?
Fünf Körper sprechen dieselbe Erinnerung, nicht gleichzeitig, aber miteinander.
Ein Dialog, der sich vervielfacht, eine Haut aus Stimmen, die nicht schweigen können.
Hier wächst Nähe aus Distanz, Wärme aus Wut, Zärtlichkeit aus dem, was bricht.
Ich trage dich in mir und versuche, dich loszulassen.
Mommy Issues ist ein Chor der Selbstgespräche, eine Erinnerung, die durch viele Münder spricht, ein Körper, der sich selbst befragt über Herkunft, Rollenbilder und familiäre Prägung.
Text/Regie: Finja Riechelmann, Xenia Zulauf
Mit: n.n.
Ausstattung: n.n.
Produktionsleitung: n.n.
Regieassistenz: n.n.
Premiere im Frühling 2026
Eine Welt lebt leer
Ich befinde mich in einem sonderbaren Haus…
„…ich begegne ihm und es starrt mich aus grauen Augen an, der Nebel starrt mich an. Ich weiß nicht, wie es ist, berührt zu werden. Ich berühre den Stein und er atmet.“
„…Ich bin gerne hier. Diese Welt ist gemacht für mich. Ich sehe die Spuren Anderer. Das Moos ist grün, mein Haar einsam. Ich schaue nochmal, ob etwas Neues passiert ist. Ich spüre keine Nähe. Ich bin glücklich, oder? Mein Bauch ist warm.“
Eine Welt lebt leer erzählt die Geschichte einer betäubenden Einsamkeit, dem Ausbrechen und sich Wiederfinden in dieser.
Tanz und Figurentheater verweben sich zu einem immersiven Erlebnis, das menschlich-soziale Grenzen und virtuelle Welten gegenüberstellt.
Zwischen Realitätsflucht und Ritualen erforschen die Figuren Systeme und Zwänge, die das Haus in all seiner Schönheit und Macht auferlegt.
Regie: Carlotta S. Riedelsheimer
Mit: n.n.
Ausstattung: Jasmin John
Text: Carlotta S. Riedelsheimer, Helen Habel, Lilly Schabacker
Choreografie: Helen Habel
Premiere im August 2026
Gelbe Tapete
Eine Frau kann psychisch nicht mehr.
Der ärztliche Rat hat sie in ein Zimmer mit gelber Tapete verbannt.
Dort soll sie absolute Ruhe haben.
Stunde um Stunde starrt sie auf die Tapete mit ihrem verworrenen Muster, das eine immer stärkere Faszination auf sie ausübt.
Bald glaubt sie, dahinter Gestalten zu erkennen, die Nacht für Nacht deutlicher werden.
Andere Frauen starren zurück, die hinter ihren eigenen Tapeten gefangen sind, mit ihren eigenen Geschichten darüber, was es bedeutet, als Frau in einer männlich dominierten Welt nicht mehr zu funktionieren.
Sie wollten hinaus – aber kann man der Tapete entkommen?
Text/Regie: Caroline Hain
Mit: n.n.
Ausstattung: n.n.
Dramaturgie: n.n.
Produktionsleitung: n.n.
Premiere im Herbst 2026

TAGESTFESTIVAL KNALLBRAUSE SPRITZ
Sommer, Sonne, Festival!
Nach drei erfolgreichen Ausgaben kehrt das Knallbrause-Festival in seiner vierten Edition zurück – knallig, spritzig und süß! Das eintägige Festival bietet Newcomer:innen aus Theater, Performance, Musik und weiteren künstlerischen Disziplinen die Chance, ihre Ideen und Experimente erstmals einem Publikum zu präsentieren. Von Workshops über Bühnenmomente bis zu begehbaren Installationen sprudelt das Programm vor Kreativität und lädt dazu ein, mitzumachen, zu staunen und zu entdecken. Ein lebendiger Raum für Begegnung, Inspiration und Austausch voller Überraschungen, frischer Impulse und kreativer Energie!
Voraussichtlich im Juli 2026
Ihr habt Lust, selbst Teil vom FEJ zu werden und an einer der Produktionen mitzuwirken?
Dann schaut bei unseren Ausschreibungen vorbei!


